Codex Maternalis
„Mutterliebe kennt keine Grenzen – auch nicht die zwischen Leben und Tod.“
Der Codex Maternalis ist ein parasitäres Bewusstseinsbuch, das Haji-Nu mit einem namenlosen Kind aus L'ark verbindet. Aus dem Wunsch nach Rache entsteht ein Wirtspaar, dessen Vorstellung von Familie ganze Dimensionen bedroht.
Natur
- Typ: parasitäres Bewusstseinsbuch mit manifestiertem Begleiter
- Seele: fragmentierte Schattenentität aus L'ark
- Wirtin: Haji-Nu, die Wüstenfrau
- Begleiter: ein namenloses Kind mit zwei schwarzen Augenlöchern
- Erscheinung: Haji-Nus Körper besteht nach der Vereinigung aus kristallinem Sand
Fähigkeiten
Der Codex verwandelt organische Materie durch Berührung in absorbierbaren Sand. Haji-Nu nimmt dabei Erinnerungen und letzte Gedanken ihrer Opfer in sich auf. Das Kind kann Materie, Luft und selbst größere Ausschnitte der Realität durch seine Augenlöcher verschlingen.
Haji-Nus Sandkörper altert nicht und nimmt seine Umgebung ohne gewöhnliche Augen in einem vollständigen Rundumblick wahr. Das Kind besitzt keine feste Identität und entwickelt weder Namen noch unveränderliche Persönlichkeit.
Preis und Fluch
Die Vereinigung zerstört Haji-Nus ursprüngliche Körperlichkeit. Hunger, Müdigkeit und Angst verschwinden, während ihre Identität fast vollständig auf die obsessive Rolle als Mutter reduziert wird.
Das Kind muss regelmäßig gefüttert werden. Bleibt Nahrung aus, beginnt es, seine Wirtin selbst zu konsumieren. Die gegenseitige Bindung macht aus beiden eine wandernde Katastrophe, die andere Wesen zugleich als Nahrung und als mögliche neue Familienmitglieder betrachtet.
Geschichte
Der Codex manifestiert sich während Haji-Nus Flucht aus der Versklavung. In Todesnähe nimmt sie das Angebot einer Stimme aus ihrem eigenen Schatten an. Als ihre Finger den Einband berühren, ersetzt das Buch ihren Körper Zelle für Zelle durch kristallinen Sand.
Im Riss-Krieg entvölkern Haji-Nu und das namenlose Kind drei Kampfdimensionen. Danach wandern sie seit 35.000 Jahren nomadisch zwischen den Dimensionen. Zivilisationen erkennen die Wüstenfrau und ihr Kind inzwischen als Gefahr, der man möglichst keinen Widerstand entgegensetzt.
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