Sündenkinder
Sündenkinder sind die gefürchteten Bewohner der Astralwelt — die Jäger in der astralen Rangordnung. Sie entstehen aus dem Tod von Astralkörpern und fressen sich gegenseitig auf.
Entstehung
Stirbt ein Astralkörper, hinterlässt das, was ihn umgebracht hat, einen Imprint — ein Rückbleibsel in der Astralwelt. Aus jedem dieser Rückbleibsel bildet sich ein neues Wesen: ein Sündenkind.
- Von den niedrigen Stufen gibt es viele — sie entstehen bei jedem Tod —, aber sie sind nicht besonders stark.
- Höhere Stufen sind selten und gefährlich.
Natur
- Sündenkinder kämpfen gegeneinander und fressen sich gegenseitig auf — eine Nahrungskette in der Astralwelt.
- Sie sind die Antwort auf die Frage, wer „Leuchtfeuer" jagt: Ein Astralkörper, der durch Ather-Nutzung groß und fest geworden ist, ist für sie Beute oder Konkurrenz (→ Existenzschichten § 3).
Die sieben Stufen
In der Astralwelt ist alles auf die Sieben angelehnt — die Sieben hat dort eine besondere Stellung. Entsprechend gibt es sieben Sündenkind-Stufen, benannt nach einem Anklang an die sieben Chakren des Hinduismus (von unten nach oben):
| Stufe | Chakra-Anklang | Name | Charakter |
|---|---|---|---|
| 1 | Muladhara (Wurzel) | Wurzelkinder | triebgesteuert, zahlreich, schwach |
| 2 | Svadhishthana (Wasser/Genuss) | Flusskinder | wabernd, verschmelzend |
| 3 | Manipura (Feuer/Wille) | Glutkinder | aggressiv, reißend |
| 4 | Anahata („das Unverletzte") | Herzkinder | der Wendepunkt — bewusst, vertragfähig |
| 5 | Vishuddha (Kehle/Wahrheit) | Kehlkinder | formen Verträge |
| 6 | Ajna (Drittes Auge) | Augenkinder | |
| 7 | Sahasrara (Krone) | Kronenkinder | Apex-Predatoren der Astralwelt |
- Je höher die Stufe, desto gefährlicher.
- Ab Stufe 4 (die Herzkinder) sind sie nicht mehr triebgesteuert, sondern haben ein Bewusstsein entwickelt.
Verträge (Stufe 4+)
Bewusste Sündenkinder können Verträge mit Lebewesen der realen Welt eingehen. Es ist immer ein Tauschgeschäft — häufig verlangen sie z. B., dass der Partner in Ritualen Lebewesen tötet, damit sie deren Astralkörper verzehren können.
Die Sanktionsmechanik dahinter sind die Astralverträge (Details: Ather § Astralverträge): Wer einen Astralvertrag bricht, dessen Astralkörper zerfällt.
Körperübernahme
- Sündenkinder können keinen eigenen Körper in der realen Welt bilden.
- Sie können aber Golems übernehmen — und Lebewesen, allerdings erst, nachdem sie deren Astralkörper gefressen haben.
- Je höher die Stufe, desto mehr belastet der Sündenkind-Geist das Gefäß — der Körper muss deutlich stärker sein als ein normaler. Für höhere Stufen braucht es entsprechend stärkere Gefäße.
Das Opfer: „Ausgezerrt"
Wird ein Astralkörper von einem Sündenkind erwischt, stirbt man nicht — man wird komplett ausgezerrt:
- Man bleibt am Leben und ist noch man selbst, aber als leblose, stumpfe Hülle.
- Ohne Astralkörper spürt man keine Hochs und Tiefen mehr — alle Empfindungen sind flach geworden.
- Der Zustand ist endgültig: Ein ausgezerrter Astralkörper kann nicht wiederhergestellt werden — er ist für immer verloren.